5o Jahre Gropiusstadt – 50.000 Menschen


5o Jahre Gropiusstadt – 50.000 Menschen

Die Fachgruppe Architekten/ Ingenieure hatte eingeladen zu einem Frühlingsspaziergang –bei sonnenklarem Frostwetter und geschlossener Schneedecke fanden sich drei Dutzend Kolleginnen und Kollegen ein. Viele bekannte Gesichter und ebenso viele bis dato unbekannter. Der gemeinsamen Werbung mit der GJEW und dem OV Neukölln war diese gute Resonanz zu danken.
Kollege Georg Weise sprach unaufdringlich mit leiser Stimme – doch alle hörten ihm gespannt zu. Kiezgeschichten, Baugeschichte, DGB-Geschichte und – Geschichten, Wissenswertes aus Bildungswesen und Politik, Stories und auch Skandale. In 50 Jahren sammelte sich einiges an.
Das babylonische Sprachgewirr wird immer mannigfacher und soziale Spannungen sind permanent und unausweichlich. Die ebenfalls anwesenden Marzahn-Hellersdorfern nahmen vor allem die Vielfalt architektonischer Winkelzüge und Bogenschläge interessiert auf; im Osten baute man mit der „Platte“ pragmatischer – effektiver und technisch solider zwar, doch weit weniger abwechslungsreich. Stadtplanerisch dem angepasst die Infrastruktur – zu deren Wandel über die Jahrzehnte gab Kollege Weise wieder erstaunliche Details zum Besten, die selbst unser fachkundiger Ehrengast, Dipl.-Ing. Marlis Fuhrmann vom Neuköllner BVV-Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr, Tiefbau (usw. usf.), so noch nicht kannte.
Als Hausherr hatte Axel Haese, der Neuköllner OV-Vorsitzende, noch zum Abschluss ein Highlight: die „Besteigung“ des über 86m hohen IDEAL-Hightowers mit herrlichem Rundum-Weitblick über Berlin und dessen südöstlichen Brandenburger Speckgürtel.
Hungrig, durstig und etwas durchgefroren kam das Mittagsmahl im „Atrium“ am Bat-Yam-Platz gerade noch rechtzeitig. In angeregter Anschlussunterhaltung vertiefte sich auch die solidarische Kollegialität. Danke den Organisatoren und vor allem unserem weisen Georg Weise. Nicht nur er ist schon auf ein ähnliches Event im Ostteil gespannt.

Bernd-Rüdiger Lehmann