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Mindestlohn: IG BAU wirft Finanzminister Lindner Fehler vor

Die Gewerkschaft IG Bau warnt vor Missbrauch: Warum Kontrollen zur Einhaltung der Mindestlöhne und gegen Schwarzarbeit so wichtig sind.

mindestlohn
21.01.2023
Presse

Berlin. Zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und der Einhaltung des Mindestlohns fordert die Gewerkschaft IG Bau mindestens 16.000 neue Kontrolleure beim Zoll – und damit eine Verdoppelung des Personals bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS). „Allein der höhere gesetzliche Mindestlohn, der seit letztem Oktober bei 12 Euro pro Stunde liegt, müsste wesentlich intensiver kontrolliert werden“, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der IG Bau, Harald, Schaum.

Der höhere gesetzliche Mindestlohn mache eine deutlich intensivere Kontrolle in vielen Branchen dringend nötig. „Dazu gehört auch der Bau“, sagte Schaum. Wenn der Bund das Kontrollpersonal jetzt nicht aufstocke, „öffne er dem Missbrauch des Mindestlohns Tür und Tor“. Auch in anderen Branchen – wie in der Gebäudereinigung– gebe es Defizite bei der Überprüfung. Insgesamt müssten 6 Millionen Beschäftigte seit Herbst von dem höheren Mindestlohn profitieren.

Schwarzarbeit und Mindestlohn: Kontrollen sind wichtig

Insgesamt sollte der Staat die Unternehmen und Arbeitsbedingungen besser im Auge behalten, ist Schaum überzeugt: „Ohne Kontrollen – keine legale Arbeit, keine legale Bezahlung.“