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Noch bis Ende Mai Kreuze machen – IG BAU Berlin startet Appell zu Betriebsratswahlen

dietmar
„Wahlzeit“ hinterm Werkstor: In Berlin sollen Belegschaften zu Stift und Zettel greifen und Kreuze machen. Die IG BAU Berlin ruft zu Betriebsratswahlen auf.
07.04.2026
Presse

„Betriebsräte sind wie die Superzahl beim Lotto:
39 Prozent der Unternehmen in Berlin können dazugewinnen“

„Noch bis Ende Mai Kreuze machen“ – IG BAU Berlin startet Appell zu Betriebsratswahlen:
„Betriebsräte sind wie die Superzahl beim Lotto:
39 Prozent der Unternehmen in Berlin können dazugewinnen“

Stift, Zettel, Kreuz – wirklich kompliziert ist es nicht, im Betrieb ein Wörtchen mitzureden: Noch bis Ende Mai laufen die Betriebsratswahlen. Möglich sind die in allen Firmen in Berlin, in denen fünf oder mehr Beschäftigte arbeiten. Dabei zählen Vollzeit- und Teilzeitkräfte genauso wie Azubis und Mini-Jobber. Darauf hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hingewiesen.

Von der Industrie über das Handwerk bis zur Dienstleistung: In Berlin gibt es rund 124.700 Unternehmen mit 2 Millionen Beschäftigten. In rund 39 Prozent der Berliner Firmen kann ein Betriebsrat gewählt werden, so die IG BAU. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur.

„Gerade Handwerker in Berlin sollten ihre Chance, einen Betriebsrat zu wählen, besser nutzen: in Bauunternehmen genauso wie bei Dachdecker- oder Malerbetrieben. Da ist nämlich noch viel Luft nach oben, wenn es um die Interessenvertretung der Beschäftigten gegenüber dem Chef geht“, sagt Thomas Hentschel von der IG BAU Berlin.

Aber auch in der Gebäudereinigung sei ein Betriebsrat wichtig: „Immer wieder gibt es gerade in der Reinigungsbranche in der Region Ärger um Dienstpläne, um Urlaub und um fehlende Zulagen für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen. Vor allem aber auch, wenn der faire Tariflohn nicht gezahlt wird. In solchen Fällen ist der Betriebsrat ein wichtiges Sprachrohr gegenüber der Chef-Etage“, sagt Thomas Hentschel.

Für den Bezirksvorsitzenden der IG BAU Berlin ist der Betriebsrat ein „wichtiges Instrument, um Konflikte hinterm Werkstor zu lösen“. Vor allem auch dann, wenn es um Arbeitsplätze gehe: „Wenn Jobs wackeln, setzt der Betriebsrat alles daran, Kündigungen zu vermeiden. Auch Azubis können sich auf den Betriebsrat verlassen, wenn es bei der Ausbildung hakt“, so Hentschel. Außerdem kümmere sich ein Betriebsrat um die Fortbildung am Arbeitsplatz.

Mit einem Betriebsrat im Unternehmen laufe es deutlich besser, so die IG BAU Berlin. „Es ist wie mit der Superzahl beim Lotto: Mit einem Betriebsrat hat man einfach bessere Chancen, mehr für sich herauszuholen. Aber das hat nichts mit Lotterie zu tun. Die Vorteile, die man mit einem Betriebsrat hat, sind ein garantierter Gewinn für alle in der Firma“, macht Thomas Hentschel deutlich.

Wer in der Hauptstadt auf dem Bau, in der Gebäudereinigung, im Garten- und Landschaftsbau, in der Forst- oder Landwirtschaft arbeitet, kann sich bei Fragen rund um den Betriebsrat an die IG BAU Berlin wenden. Die Gewerkschaft unterstützt Beschäftigte, die in ihrer Firma einen Betriebsrat wählen oder neu gründen wollen:
030 – 206 206 0 oder [Bitte aktivieren Sie Javascript].