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Thomas Hentschel als Chef der IG BAU für Berlin wiedergewählt

dietmar
17.03.2026
Presse

„Bessere Löhne und Arbeitsbedingungen fallen nicht vom Himmel“

Thomas Hentschel als Chef der
IG BAU für Berlin wiedergewählt

Regio-Chef der IG BAU wiedergewählt: Thomas Hentschel ist als Vorsitzender des Bezirksverbands Berlin der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) für vier weitere Jahre im Amt bestätigt worden. Damit bleibt der 72-Jährige oberster Interessenvertreter in Berlin für Bauarbeiter, Gebäudereiniger und für Beschäftigte in der Land- und Forstwirtschaft. Nach Angaben der Arbeitsagentur arbeiten in Berlin alleine rund 28.100 Menschen im Bauhauptgewerbe und 36.100 in der Gebäudereinigung. Auch Thomas Hentschel ist vom Fach: Er ist gelernter Landschaftsgärtner und hat einen Abschluss in Landschaftsplanung.

„Ob auf der Baustelle, im Garten- und Landschaftsbau, in der Reinigungsfirma, im Maler- oder Dachdeckerbetrieb – gerade am Arbeitsplatz kommt es darauf an, dass die Menschen an einem Strang ziehen. Gute Löhne und gute Arbeitsbedingungen fallen nicht vom Himmel“, sagt Thomas Hentschel. Der Gewerkschafter appelliert an die Beschäftigten in der Hauptstadt, sich für ihre Interessen einzusetzen. Das sei besonders in unsicheren Zeiten wichtig. Dabei stehe die IG BAU Berlin auch zukünftig fest an der Seite der Beschäftigten. „Das gilt nicht nur, wenn es um faire Bezahlung, gute Job-Bedingungen oder die Mitsprache im Betrieb geht, sondern gerade auch dann, wenn es Zoff mit dem Chef gibt“, so Hentschel.

Der wiedergewählte Bezirksvorsitzende kündigt an, dass sich die IG BAU auch weiterhin in politische Debatten einmischen werde: „Viele Vorhaben der Regierungskoalition haben direkte Auswirkungen für Berlin und die Beschäftigten. Ein typisches Beispiel ist hier der Wohnungsbau. Da geht es um bezahlbare Wohnungen und um mehr Sozialwohnungen. Hier ist dringend mehr Unterstützung vom Bund notwendig.“ Auch für die Stärkung der Tarifbindung fordert Hentschel ein klares Signal von der Bundesregierung: „Nicht nur ein Tariftreugesetz ist wichtig. Die Durchsetzung, vor allem auch auf den Baustellen und in der Gebäudereinigung, muss durch ausreichend Zoll-Personal gewährleistet sein.“

Ein klares „Stoppschild“ fordert Thomas Hentschel für die Versuche, insbesondere den arbeitenden Menschen immer neue Belastungen aufzubürden. „Ob Kürzungen bei der Lohnfortzahlung, die Abschaffung des 8-Stunden-Tags oder eine Erhöhung des Renteneintrittsalters – so dreiste Forderungen sind respektlos und gehen völlig an der Realität der Beschäftigten vorbei. So ist beispielsweise gerade auf dem Bau und im Handwerk schon heute für viele die Rente mit 65, 66 oder 67 nicht erreichbar“, so Hentschel. Statt über soziale Einschnitte und den Abbau des Sozialstaats zu diskutieren, seien sinnvolle Reformvorschläge notwendig. Vor allem eine „ordentliche, sichere und gerechte Rente“ müsse her.