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36.700 Reinigungskräfte warten auf Lohn-Plus – IG BAU Berlin warnt!

Spiegel-Putzen, Aber der kommt nicht von allein. Die, die alles auf den Toiletten von Büros, Schulen, Kitas & Co. in der Hauptstadt wieder zum Glänzen bringen, sollen dafür einen besseren Lohn bekommen. Das fordert die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU Berlin.
© IG BAU | Tobias Seifert
27.10.2026
Presse

Für 40 Cent mehr stellt keine Gebäudereinigerin in Berlin für 3 Uhr morgens noch den Wecker

Aber der kommt nicht von allein. Die, die alles auf den Toiletten von Büros, Schulen, Kitas & Co. in der Hauptstadt wieder zum Glänzen bringen, sollen dafür einen besseren Lohn bekommen. Das fordert die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU Berlin

Sauber machen und dafür sauber bezahlt werden – das wollen die rund 36.700 Beschäftigten, die in Berlin in der Gebäudereinigung arbeiten. „Doch auf ein ordentliches Lohn-Plus warten Reinigungskräfte bislang vergeblich: Die Arbeitgeber schalten am Tariftisch auf stur“, sagt Thomas Hentschel von der IG BAU Berlin. Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft fordert 2 Euro pro Stunde mehr. Dann würde der Stundenlohn für eine Gebäudereinigerin bei 17 Euro liegen. „Doch die Arbeitgeber treten gewaltig auf die ‚Lohn-Bremse‘: Erst ab Mai nächsten Jahres soll es 1,8 Prozent – und damit lediglich 27 Cent pro Stunde – mehr geben. Das ist eine Farce. Denn das reicht nicht einmal, um die Inflation aufzufangen“, so Thomas Hentschel. „Weigern sich die Unternehmen weiterhin hartnäckig, ein ordentliches Angebot auf den Tisch zu legen, dann werden viele Reinigungskräfte den Stecker vom Staubsauger ziehen: Sie hängen ihren Job an den Nagel und suchen sich etwas anderes“, warnt Thomas Hentschel. Das würde die Betriebe „in erhebliche Schwierigkeiten bringen“. Denn das Personal in der Branche sei knapp. Insgesamt gibt es in Berlin 1.645 Gebäudereinigungsunternehmen.
Der Vorsitzende der IG BAU Berlin wird dabei deutlich: „Ab Januar steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 14,60 Euro pro Stunde. Eine Gebäudereinigerin verdient aktuell aber nur knapp darüber – nämlich 15 Euro. Warum soll sie für 40 Cent mehr ihren Wecker auf 3 Uhr morgens stellen, in aller Herrgottsfrühe aufstehen und sich dann auch noch krummmachen? Einen Job zum gesetzlichen Mindestlohn findet sie allemal auch woanders“, so Thomas Hentschel. Immerhin sei die Arbeit in der Gebäudereinigung auch noch „körperlich hart: ein Knochenjob“. Am kommenden Dienstag (Hinweis f.d. Red.: 3. November) gibt es die nächste und entscheidende Verhandlungsrunde zum Gebäudereiniger-Lohn. Dann kommen die IG BAU und der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks zum dritten Mal am Tariftisch zusammen.